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        | Treiber-Handbuch fuer den
        |
        | ELSA WINNER ELPRO Grafiktreiber, Version 6.05
        |
        |        WINNER 1000PRO/X
        |        WINNER 2000PRO/X
        |
        | Copyright (c) 1996 ELSA GmbH, Aachen (Germany)
        |
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        | WWW        : http://www.elsa.de
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        | 12.07.96, sd, gw


	Inhaltsuebersicht

        1. 	Unterstuetzte ELSA WINNER Grafiksysteme
        2. 	Nicht unterstuetzte ELSA WINNER Grafiksysteme
        3. 	Installation
        4. 	Konfiguration
        5. 	Betrieb


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1.      Unterstuetzte ELSA WINNER Grafiksysteme

        Der ELSA ELPRO-Treiber laeuft mit folgenden ELSA Grafikkarten:

        	WINNER 1000PRO/X    (S3 868) (Einschirm)
          	WINNER 2000PRO/X    (S3 968) (Mehrschirm)

        In der Regel funktioniert der Treiber auch mit aelteren WINNER
        1000- bzw. WINNER 2000-Systemen mit folgenden Grafikcontrollern:

                S3 928, S3 805i, S3 864, S3 964

        Diese Karten werden allerdings, was den ELPRO-Treiber angeht,
        NICHT von der Qualitaetssicherung mitgetestet, so dass die ein-
        wandfreie Funktion des Treibers auf diesen Karten NICHT garan-
        tiert werden kann.


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2.      Nicht unterstuetzte ELSA WINNER Grafiksysteme

        Die folgenden ELSA WINNER Grafikkarten werden vom ELPRO-Treiber
        NICHT unterstuetzt:

                WINNER 1024        (C&T 480/481)
                WINNER 1280        (C&T 480/481)
                WINNER 100VL       (S3 805)
                WINNER 1000TRIO    (S3 764)
                WINNER 1000TRIO/V  (S3 768)
                WINNER 2000AVI     (S3 968)


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3.      Installation

        Zunaechst die Datei PMGSERVR.EXE in das ELPRO-System-Verzeichnis
        kopieren, z.B.

                COPY A:\PMGSERVR.EXE C:\ELPSYS <

        Dateien DISPEWEP.EXE und DISPEWEP.FNT in das ELPRO-Verzeichnis
        kopieren.

                COPY A:\DISPEWEP.EXE C:\ELPSYS <
                COPY A:\DISPEWEP.FNT C:\ <

        Bei Verwendung des Zeichensatzes VARIABLE.FNT kann die Groesse
        der Grafiktextzeichen vom Standardwert 8x16 Punkte zu beliebigen
        Groessen veraendert werden. Dazu ist Folgendes zu tun:

                COPY A:\VARIABLE.FNT C:\DISPEWEP.FNT <

        Einschirmbetrieb:
        Textschirm und Grafikschirm befinden sich auf demselben Monitor.
        Es wird zwischen VGA-Text- und Grafikmodus umgeschaltet.

        Zweischirmbetrieb:
        An der ersten WINNER-Karte ist der VGA-Textbildschirm ange-
        schlossen, an der zweiten der Grafikbildschirm. Es sind immer
        beide Monitore gleichzeitig vorhanden, die Text-/Grafikumschal-
        tung entfaellt.


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4.      Konfiguration

        In die Datei C:\ELPSYS\MENUE.CON bitte folgendes eintragen:

          :    :
        DEV=C:\ELPSYS\dispewep.exe /ssx/ssy/c/fb/xr/yr/cw/ch/hz/khz/bc

        Wobei fuer die Parameter folgendes gilt:

        - "ssx" und "ssy" stehen fuer "screen size x/y" = "horizontale/
          vertikale Bildschirmgroesse".
          Diese Parameter geben das Groessen- und Seitenverhaeltnis des
          Bildschirms wieder. Folgende Werte gelten fuer die ELSA Moni-
          tore GDM-20E40T, GDM-20E40, GDM-2040, GDM-17E40T und
          GDM-17E40.

            Aufloesung | Bildschirmgroesse in Zoll
          -------------+--------------------------
          1024 x 768:  |    20"           17"
          -------------+--------------------------
              ssx      |   3750          3038
              ssy      |   2746          2224
          -------------+--------------------------
          1280 x 1024: |
          -------------+--------------------------
              ssx      |   3750          3038
              ssy      |   2950          2390
          -------------+--------------------------
          1600 x 1200  |    20"           17"
          -------------+--------------------------
              ssx      |   3750          3038
              ssy      |   2746          2224

          Sollten die Werte nicht zu Ihrem Bildschirm passen, so muessen
          Sie ihn vermessen und die entsprechenden Werte in mm*10 um-
          rechnen und eintragen. Messen Sie dabei nur die Breite des
          sichtbaren Grafikbereichs und berechnen Sie die Hoehe im
          selben Verhaeltnis wie die o.a. Werte je nach Seitenverhaelt-
          nis des Bildschirms (entweder 4:3 oder 5:4). Es ist wichtig,
          hier nicht einfach die vertikale Hoehe zu vermessen, da sonst
          bei Kreisen Unterschiede zwischen "Gummiband"-Kreis beim Er-
          zeugen und dem endgueltig gezeichneten Kreis entstehen. Der
          Gummibandkreis wird vom Grafiktreiber gezeichnet, sonst jedoch
          von ELPRO mit Linienbefehlen. Der Grafiktreiber kann nur Krei-
          se mit durchgezogenem Linientyp zeichnen.

        - "c" steht fuer "clear screen" = "loesche Bildschirm".

          c = 0      -> Bildschirm nicht loeschen nach Programmende
          c = 1      -> Bildschirm loeschen nach Programmende

          ACHTUNG!
          Dieser Parameter funktioniert nur auf dem Bildschirm, welcher
          nicht gleichzeitig als VGA-Textschirm verwendet wird. Bei Um-
          schaltung vom Grafikmodus in VGA-Textmodus wird der Grafik-
          schirm immer geloescht, da Text und Grafik den gleichen Bild-
          speicher benutzen.

        - "fb" steht fuer "first board" = "erste Grafikkarte".
          Dieser Parameter wird benutzt, wenn der VGA-Textschirm
          nicht von ELPRO zur Grafikausgabe verwendet werden soll.

          fb = 0 -> Die erste installierte WINNER ist
                    ELPRO-Grafik-Schirm
          fb = 1 -> Die zweite installierte WINNER ist
                    ELPRO-Grafik-Schirm

        Die folgenden Parameter dienen der Einstellung der Bildschirm-
        parameter, wie horizontale/vertikale Bildaufloesung, Bild- und
        Zeilenwiederholrate. Diese koennen bei Zweischirmsystemen auch
        unterschiedliche Werte haben, z.B. 1024 x 768 / 100Hz auf dem
        ersten Schirm und 1280 x 1024 / 75Hz auf dem zweiten, je nach
        angeschlossenem Monitor.

        - "xr" und "yr" stehen fuer "x/y resolution" = "horizontale/
          vertikale Bildschirmaufloesung" in Bildpunkten (Pixel).
          Standardwert bei Eingabe von "0" ist der mit WINSETUP.EXE
          abgespeicherte Wert.

        - "cw" und "ch" stehen fuer "character width" = "Textzeichen-
          breite" und "character height"="Textzeichenhoehe". Bei
          Verwendung des Standard-Bitmap-Zeichensatzes ist diese 8x16
          Punkte:

            z.B.   COPY A:\DISPEWEP.FNT C:\DISPEWEP.FNT

          Wird hingegen der Vektor-Zeichensatz verwendet, lassen sich
          beliebige Zeichengroessen einstellen:

            z.B.:  COPY A:\VARIABLE.FNT C:\DISPEWEP.FNT

        - "hz" steht fuer "screen refresh rate" = "vertikale Ablenk-
          frequenz" bzw. "Bildfrequnz" des Monitors in Hz.
          Standardwert bei Eingabe von "0" ist der mit WINSETUP.EXE
          abgespeicherte Wert.

        - "khz" steht fuer "horizontal line refresh rate" = "horizontale
          Ablenkfrequenz" bzw. "Zeilenfrequenz" des Monitors in kHz.
          Standardwert bei Eingabe von "0" ist der mit WINSETUP.EXE
          abgespeicherte Wert.


        ACHTUNG!
        Bei den Parametern ssx/ssy/hz/khz muessen die oberen und unteren
        Grenzwerte von Grafikkarte und Monitor eingehalten werden. Diese
        sind jeweils im entsprechenden Handbuch nachzulesen.
        Bitte beachten Sie diesen Hinweis, um Beschaedigungen und/oder
        Verkuerzungen der Lebensdauer von Grafikkarte und Monitor vorzu-
        beugen!

        - "bc" steht fuer "bold crosshair cursor" = "dickes Fadenkreuz".

          bc = 0     -> normales ein Pixel breites Fadenkreuz
          bc = 1     -> dickes drei Pixel breites Fadenkreuz

          Bei bc=1 wird ein dickeres Fadenkreuz gezeichnet, wobei je-
          weils zwei Linien eine Fadenkreuzlinie umrahmen, die mittlere
          Linie hingegen nicht gezeichnet wird.

             bc = 0             bc = 1

                |                | : |
                |                | : |
                |           -----+---+-----
         -------+-------     - - | : | - -  <- nicht gezeichnet
                |           -----+---+-----
                |                | : |
                |                | : |

        Soll in der "DEV"-Zeile hinter dem letzten Treiberparameter
        noch ein Kommentar stehen, so ist hinter den letzten Parameter
        ein weiterer Schraegstrich "/" einzugeben. Andernfalls wird der
        letzte Parameter falsch interpretiert.


        a) Beispiel Einschirmbetrieb:

           DEV=C:\ELPSYS\dispewep.exe /3040/2220/0/0/1024/768/8/16/75/0/

           - Bildschirmgroesse 30,4 x 22,2 cm (17")
           - Bildschirm-Loesch-Parameter wird nicht benoetigt wegen
             Einschirmbetrieb
           - Erste WINNER-Karte ist ELPRO Text- und Grafikschirm
           - Bildschirmaufloesung 1024 x 768 Bildpunkte
           - Bildwiederholfrequenz 75 Hz
           - Horizontale Ablenkfrequenz wird automatisch angepasst

        b) Beispiel Zweischirmbetrieb:

           DEV=C:\ELPSYS\dispewep.exe /3750/2950/0/1/1280/1024/10/20/0/85/

           - Bildschirmgroesse 37,5 x 29,5 cm (20")
           - Bildschirm nach Programmende loeschen
           - Erste WINNER-Karte ist ELPRO Textschirm, zweite
             WINNER-Karte ist ELPRO Grafikschirm
           - Bildschirmaufloesung 1280 x 1024 Bildpunkte
           - Bildwiederholfrequenz wird automatisch angepasst
           - Horizontale Ablenkfrequenz 85 kHz


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5.      Betrieb

        Nachdem Installation und Konfiguration des ELSA WINNER ELPRO-
        Treibers erfolgreich abgeschlossen wurden, kann nun der Betrieb
        mit ELPRO aufgenommen werden.
        Dazu ist zunaechst der ELSA Protected Mode 32bit Graphics Server
        zu laden. Dies geschieht durch Aufruf folgendermassen:

                PMGSERVR <

        "PMGSERVR -h" (aequivalent "-help" oder "-?") zeigt die moegli-
        chen Parameter an.

        Der Grafikserver erledigt die Initialisierung und die Zeichenar-
        beit auf der WINNER Grafikkarte, und zwar im 32bit Protected
        Mode. Damit nicht fuer jede zu zeichnende Linie in den Protected
        Mode und wieder zurueck geschaltet werden muss, werden die Zei-
        chenkommandos in einen Datenpuffer geschrieben. Sobald dieser
        voll ist, wird per Interrupt in den Protected Mode geschaltet
        und die Kommandos im Puffer ausgefuehrt. Der ELPRO-Treiber
        zeichnet also nicht selbst, sondern speichert nur Zeichenbefeh-
        le. Dieser Aufwand ist einerseits noetig, damit fuer Grafikkar-
        ten der neuesten Generationen ueberhaupt noch Real Mode TSR-
        Treiber entwickelt werden koennen. Andererseits nutzt man die
        Vorteile, wie z.B. viel Speicher, lineare Adressierung und
        32bit-Performance, welche die Protected Mode Programmierung
        bietet, auch im 16bit Real Mode.

        ACHTUNG!
        Der Grafikserver ist in jedem Fall VOR dem Start von ELPRO zu
        laden! Ansonsten kommt eine Fehlermeldung vom Rechner-BIOS, die
        z.B. lauten kann: "Operating system not found". Oder der Rechner
        haengt sich ganz auf. Es ist empfehlenswert, den Grafikserver
        hochzuladen, um in den unteren 640kB mehr freien Speicher zu
        bekommen. Der Grafikserver belegt ca. 40..45kByte im unteren
        ersten MByte (DOS-Speicher).
        Die genaue Groesse haengt vom verwendeten Speichermanager ab.
        Im Prinzip funktioniert er auch ganz ohne Speichermanager.
        In dem Fall kann er allerdings nicht mehr hochgeladen werden.

        Bei geladenem Grafikserver kann nun ELPRO gestartet werden und
        wie gewohnt gearbeitet werden.
