Einige Tips zur optimalen Arbeit mit miroVIDEO D1:
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Einzelbildaufnahme
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Fr das Aufnehmen von Einzelbildern in hchster Qualitt werden keine 
besonderen Anforderungen an die PC-Hardware gestellt, dies funktioniert 
also auf jedem PC gleichermaen gut. Die Farbzahl der Grafikkarte hat 
keinen Einflu, selbst im 256-Farben Modus lassen sich Echtfarbbilder 
digitalisieren. Fr die Nachbearbeitung solcher Bilder sollte ein 
Darstellungsmodus mit mglichst vielen Farben, z.B. 24 Bit/16.7 Mio. 
Farben gewhlt werden.

Entscheidend fr das Ergebnis ist vor allem die Qualitt des eingehenden 
Videosignals. Wenn mglich sollte eine S-Video Quelle verwendet und per 
S-Video Kabel mit der miroVIDEO D1 verbunden werden. Direkt von der Kamera 
ist die Qualitt besser als vom Videoband. Bei der Aufnahme von unbewegten 
Objekten Kamera ruhigstellen (Stativ) und fr richtige Beleuchtung sorgen.
Weiterhin mssen die Einstellungen in den Dialogfeldern stimmen: Bei 
"Videoquelle" unter "Qualitt" die Art der Videoquelle whlen: "Kein 
Ausschnitt", "Filter angepat an Bildgre"; unter "Videoformat" die 
Bildgre "1/1" und Bildformat "24 Bit RGB" einstellen - dies ergibt i.a. 
die beste Qualitt.

Wesentlich ist noch die richtige Einstellung des Bewegungsfilters - bei 
unbewegter Vorlage mu er ausgeschaltet sein, um die volle vertikale 
Bildauflsung zu gewhrleisten; bei horizontalen Bewegungen 
im Bild mu der Bewegungsfilter hingegen eingeschaltet werden, da sonst, 
bedingt durch das in allen Fernsehnormen verwendete Zeilensprungverfahren, 
die sog. Lattenzaunstrungen auftreten.

Sind diese Voraussetzungen erfllt, wird die Qualitt der aufgenommenen 
Einzelbilder nur durch die Qualitt der verwendeten Videoquelle begrenzt. 
Zur weiteren Bearbeitung knnen die Bilder nun direkt in iPhoto Plus 
bernommen oder per Zwischenablage an andere Bildbearbeitungssoftware wie 
z.B. PhotoShop bergeben werden.


Filmaufnahme
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Whrend der Aufnahme von Videosequenzen mssen groe Datenmengen in kurzer 
Zeit von der miroVIDEO D1 auf die Festplatte oder in den Hauptspeicher 
bewegt werden. Bei einer Auflsung von 320 x 240, 25 Bildern pro Sekunde und 
16 Bit pro Pixel (32.768 Farben) unkomprimiert sind dies z.B. 3,7 MByte/s. 
Die Datenmengen lassen sich durch Verringern der Farbtiefe, Auflsung oder 
Bildfrequenz weiter vermindern.

Bei gleichzeitiger Kompression mit dem miroVIDEO-XL Kompressor ergeben sich 
ca. 470 KByte/s in TrueColor. 

Reicht die Leistung des verwendeten PCs fr die gewhlte Datenmenge nicht 
aus, werden einzelne Bilder ausgelassen. Zahl und Anteil dieser "dropped 
frames" werden anschlieend angezeigt. Die Parameter Auflsung, Bildfrequenz, 
Farbtiefe bzw. Kompression sollten so gewhlt werden, da keine "dropped 
frames" auftreten.

Im einzelnen ist bei der Filmerstellung also folgendes zu tun:

- In "Video Capture" bei "Video Format" Einstellen der Bildgre (320 x 240) 
  und Kompression (miroVIDEO-XL), bei "Videoquelle" "Ausschnitt - Zur 
  Bildgre", die anderen Einstellungen wie bei der Photoaufnahme.
- Aufnehmen mit "Capture Video", dabei "Aufnahme auf Festplatte" und 
  "25 Bilder pro Sekunde" (auf langsamen Rechnern z.B. 15 Bilder pro Sekunde) 
  whlen. Auf diese Weise alle gewnschten Sequenzen aufnehmen.
- Im "Video Editor" knnen die Sequenzen nun geschnitten, mit berblend-
  effekten versehen und zum fertigen Film zusammengebaut werden. 
- Beim Abspeichern des fertig editierten Films whlen Sie als Kompressor 
  "Cinepak" oder "MS Video -1" sowie die gewnschte Farbzahl und erzeugen damit 
  das flssig abspielbare Ergebnis.

Somit wird fr Aufnahme und Wiedergabe das jeweils optimale Kompressions-
verfahren verwendet (miroVIDEO-XL bzw. Cinepak/MS Video 1), ohne da ein 
zustzlicher Arbeitsgang notwendig ist.

Soll ein Film mit besonders hoher Bildqualitt erzeugt werden (der dann 
allerdings wahrscheinlich nur von schnellen Festplatten und keineswegs von 
CD flssig abgespielt werden kann), kann bei entsprechender RAM-Ausstattung 
auch unkomprimiert direkt in den Speicher aufgenommen werden: Beim 
Abspeichern im Cinepak-Format ist dann eine hhere Qualitt zu whlen. 


Leistung
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Die miroVIDEO D1 bietet genug Leistung, um problemlos Sequenzen mit 
320 x 240 Pixeln pro Bild bei voller Bildrate von 25 fps (Bildern/s) 
in 32.768 Farben in den Hauptspeicher bzw. mit miroVIDEO-XL Kompression 
in den Speicher oder auf Platte aufzunehmen. Wenn dies nicht funktioniert, 
so liegt es an den anderen Bausteinen des Systems, die dann entweder 
nicht gengend Performance bieten oder ungnstig konfiguriert sind. 

Im einzelnen sind folgende Punkte wesentlich:

- Sofern der Rechner es erlaubt (wenn nicht, erscheint in "Video Capture" 
  kein Bild), sollte in der Treiberkonfiguration "0 Wait State" angewhlt 
  sein.
- Beim ersten Start der miroVIDEO D1 wird der Datendurchsatz des ISA-Busses 
  gemessen. Dieser sollte bei 486ern etwa 5000 KByte/s erreichen. Wenn dies 
  trotz "0 Wait State" (s.o.) nicht gelingt, ist mglicherweise der Bustakt 
  zu niedrig eingestellt, normal ist 8 MHz (siehe dazu Setup bzw. Handbuch 
  des PCs oder des Motherboards).
- Vor der Filmaufnahme sollte die verwendete Festplatte mit einem 
  entsprechenden Tool (z.B. "defrag" in DOS 6.0) defragmentiert werden. 
  Man sollte immer die schnellste verfgbare Platte zur Aufnahme benutzen, 
  auch verschiedene Partitionen derselben Platte sind oft unterschiedlich 
  schnell.
- Virtueller Speicher (in "386 erweitert") und Festplattenkompressoren/
  -verdoppler sollten ausgeschaltet sein, kein Schreibcache (z.B. mit 
  SmartDrive) bei der verwendeten Festplatte.
- Video for Windows 1.1 ist schneller als die bisherige Version 1.0, 
  Windows for Workgroups 3.11 schafft deutlich mehr Festplattendurchsatz 
  als ltere Windows-Versionen - also wenn mglich immer die neueste 
  Version verwenden. Allerdings wird erst die Version 1.1 des VideoStudios 
  fehlerfrei mit VfW 1.1 zusammenarbeiten.
- IDE (AT-Bus) Festplatten, insbesondere mit kleiner Kapazitt oder lterer 
  Bauart, sind oft sehr langsam, damit knnen eventuell nur Filme mit 
  240 x180 Punkten und 15 fps miroVIDEO-XL-komprimiert aufgenommen werden. 
  Die meisten SCSI-Platten und -controller und neuerdings auch IDE-Platten 
  bieten die ntige Performance fr 320 x 240 x 25 fps.
- Mehr Hauptspeicher (RAM) hilft, einerseits knnen krzere Sequenzen 
  direkt in das RAM und somit unabhngig von der Festplattenleistung in 
  sehr hoher Qualitt aufgenommen werden, andererseits nutzt Video for 
  Windows den Speicher als Schreibcache fr die Festplatte und kann somit 
  mangelnde Plattenleistung teilweise kompensieren.


Kompressoren
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Unkomprimiertes Video bietet die beste Bildqualitt. Die Datenmengen sind 
aber selbst bei den schnellsten PCs fr flssiges Abspielen in brauchbarer 
Bildgre (240 x 180 oder mehr) viel zu gro. Zum Abspielen mssen die 
Filme also komprimiert werden. Die beste Leistung ohne zustzliche und 
teure Dekompressionshardware bietet dabei der Cinepak-Codec, insbesondere 
beim Abspielen in 16 Bit Farbtiefe. Dafr dauert die Cinepak-Kompression 
relativ lange. Microsoft Video 1 erreicht nicht die Bildqualitt von 
Cinepak, bietet aber auch hohe Abspielleistung insbesondere im 8 Bit Modus 
(256 Farben) und ist bei der Kompression deutlich schneller. Intels Indeo 
liegt in Sachen Qualitt und Geschwindigkeit etwa dazwischen.

Der miroVIDEO-XL Codec ist fr die Kompression whrend der Aufnahme in
Echtzeit optimiert. Er verwendet ein qualittsschonendes, schnelles 
Verfahren bei der Aufnahme und ein rechenintensives fr die Dekompression. 
Das bedeutet, da er fr ein flssiges Abspielen in diesem Format ungeeignet 
ist. 
Da man jedoch AVI Formate beliebig wandeln kann, erreicht man bei 
Verwendung des XL-Codecs bei der Aufnahme und von Cinepak bei der Wiedergabe
eine optimale Kombination. ("Best of both worlds"). Die XL-Dekompremierung 
nimmt im Vergleich zur Kodierung in das Cinepak Format nur eine 
vernachlssigbare Zeit ein.


VideoStudio
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Die aktuelle Version 1.0a enthlt folgende neue, noch nicht im Handbuch 
beschriebene Funktionen: 

- Bei der Erzeugung von Filmen mit 8 Bit Farbtiefe (256 Farben, z.B. mit 
  MS Video 1) aus miroVIDEO-XL Ausgangsmaterial kann nun mit verschiedenen 
  Verfahren eine jeweils optimale Farbpalette erzeugt werden.
- Ab Anfang '94 wird es die Version 1.1 des VideoStudios geben, diese 
  enthlt u.a. die neue und leistungsfhigere Version 1.1 von Video for 
  Windows. Auerdem werden Software und Dokumentation bis dahin komplett 
  in deutsch vorliegen.
- Schon jetzt, also mit VideoStudio 1.0a und Video for Windows 1.0, knnen 
  Sie den Cinepak-Codec zur Erzeugung von Filmen in sehr hoher Qualitt 
  verwenden. Die optimale Abspielperformance wird dann mit VfW 1.1 erreicht. 
  

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Aktuelle Informationen
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Video Editor
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Das ffnen eines AVI-Files mit einer Bildgre von 768 x 576 und der
Option "Load to memory" kann zu einem Absturz fhren.

Nach dem Bearbeiten, Speichern und Schlieen einer Videosequenz kann es
vorkommen, da nach dem Laden einer neuen Videosequenz die Mens Edit und 
View gesperrt sind. Bitte schlieen Sie den Video Editor und starten Sie
ihn neu.


Video Capture
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Lschen Sie keine Dateien, die in Video Capture zur Bearbeitung geffnet 
sind, es knnte zu einem Absturz fhren. 

Sollte die Darstellung in voller Gre bei einer Auflsung von 768 x 576
nicht korrekt sein, verwenden Sie die Einstellung "TV-Cropping" im 
"Video Source"-Dialog. Diese Einstellung ist bei den meisten Videoquellen
geeigneter, da die Signalqualitt an den Rndern nachlt (schwarzer Rand,
unsauberer Rand, Schlieren).

Um die Bildgre 768 x 576 korrekt darstellen zu knen, fragen Sie bitte
Grafikkarten-Hndler nach neuen Windows-Grafiktreibern.







