HTML-Dateien selbst erstellen


Verweis-sensitive Grafiken

 Hinweise zu verweis-sensitiven Grafiken
 Herkömmliche Methode
 Verweis-sensitive Grafiken ab HTML 3.0
 Die Lösung von Netscape und Microsoft
 Anzeigebeispiel: verweis-sensitive Grafiken (nach der Lösung von Netscape und Microsoft)


Hinweise zu verweis-sensitiven Grafiken

Verweis-sensitive Grafiken sind Grafiken, in denen der Anwender mit der Maus auf ein Detail klicken kann. Daraufhin wird ein Verweis ausgeführt. Auf diese Weise kann der Anwender u.U. wesentlich intuitiver und schneller zu gezielter Information gelangen als durch lange verbale Verweislisten.

Beispiele im WWW für verweis-sensitive Grafiken:

 Karte deutscher WWW-Server
 University of California Museum of Paleontology
 National Institute of Standards and Technology


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 Verweis-sensitive Grafiken


Herkömmliche Methode

Bei der herkömmlichen Methode ist zum Verwalten von verweis-sensitiven Grafiken eine Kommunikation zwischen WWW-Browser und Server-Rechner erforderlich. Das bedeutet, daß verweis-sensitive Grafiken mit dieser Mehtode nur online im WWW realisierbar sind (also nicht auf dem lokalen Rechner), und daß Sie in jedem Fall mit Ihrem Provider das genaue "Procedere" klären müssen.

Das Prinzip funktioniert folgendermaßen: aufgrund eines HTML-Befehls weiß der WWW-Browser, daß es sich bei einer Grafik um eine verweis-sensitive Grafik handelt. Wenn der Anwender dann irgendwo auf die angezeigte Grafik klickt, überträgt der WWW-Browser die Pixelkoordinaten des Mausklicks (relativ zur oberen linken Ecke der Grafik) an eine spezielle "Imagemap"-Software auf dem Server-Rechner. Diese Software ermittelt, ob die Pixelkoordinaten innerhalb einer als verweis-sensitiv definierten Fläche der Grafik liegen. Wenn ja, ermittelt die Software, welcher Verweis dieser sensitiven Fläche zugeordnet ist. Die entsprechende Verweisadresse wird dem WWW-Browser gesendet. Dieser führt den Verweis dann aus.

Wenn Sie HTML-Dateien auf einem WWW-Server plazieren können und eine verweis-sensitive Grafik einsetzen möchten, fragen Sie beim Sysop des Servers nach, welche Software zum Verarbeiten verweis-sensitiver Grafiken auf diesem Server im Einsatz ist, und was genau Sie brauchen. In der Regel brauchen Sie eine sog. "Map-Datei" und einen Eintrag in einer Konfigurationsdatei. In der Map-Datei ordnen Sie verweis-sensitive Flächen und gewünschte Verweise einander zu. In der Konfigurationsdatei ist ein Eintrag für die Server-Software nötig.

Bei der Syntax der Map-Dateien gibt es mehrere Varianten. Fragen Sie ggfs. beim Sysop des Server-Rechners nach Beispieldateien.

Verweis-sensitive Grafik in der HTML-Datei einbinden

Das Einbinden der verweis-sensitiven Grafik in einer HTML-Datei unterscheidet sich kaum vom Einbinden einer gewöhnlichen Grafik.

Beispiel


  <a href="lndkrt"><img src="landkart.gif" ismap></a>
In der Mitte des Befehls zur Verarbeitung einer verweis-sensitiven Grafik steht der HTML-Befehl zur Einbindung einer Grafik (<img= ...>). Im Beispiel wird die Datei "landkart.gif" eingebunden. Der Befehl muß außer der Angabe src= noch die Angabe ismap enthalten. Hierdurch wird dem Server-Rechner mitgeteilt, daß es sich um eine verweis-sensitive Grafik handelt.

Der Befehl zur Einbindung der Grafik wird in einen  Verweis-Befehl eingeschlossen. Dabei steht der Befehl für die Grafikeinbindung an der Stelle, wo bei einem normalen Textverweis der Text steht, der dem Anwender als Verweistext angeboten wird.

Das Ziel des Verweises ist jedoch keine Datei, sondern ein symbolischer Name, der zuvor in der oben angesprochenen Konfigurationsdatei des Server-Rechners vergeben wurde. Im Beispiel ist das der symbolische Name "lndkrt".



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Verweis-sensitive Grafiken ab HTML 3.0

Ab HTML 3.0 ist es möglich, verweis-sensitive Grafiken lokal auf jedem Rechner zu realisieren. Der eingesetzte Browser muß dabei allerdings in der Lage sein, die entsprechenden HTML-Befehle selbst auszuwerten und korrekt umzusetzen.

Verweis-sensitive Grafiken werden in HTML 3.0 mit Hilfe des  <fig>-Tags realisiert.

Beispiel


  <fig src="grafverw.gif">
  <ul>
    <li><a href="inhalt.htm" shape="rect 30,20,60,16">&Uuml;berblick</A>
    <li><a href="angebote.htm" shape="circle 400,400,50">Angebote</A>
    <li><a href="feedback.htm" shape="polygon 160,200,170,230,300,280">Ihre Antwort auf uns</A>
  </ul>
  </fig>
Im einleitenden <fig...> wird die Grafikdatei referenziert, deren Inhalt verweis-sensitiv sein soll. Die Grafik selbst ist eine gewöhnliche GIF- oder JPEG-Datei. Sie müssen jedoch mit Hilfe eines geeigneten Grafikprogramms geometrische Flächen der Grafik ermittelt haben, die verweis-sensitiv werden sollen. Folgende Flächentypen können Sie in einer Grafik im Hinblick auf Verweis-Sensitivität ermitteln: Zwischen dem einleitenden <fig...> und dem abschließenden </fig> definieren Sie die verweis-sensitiven Flächen. Und zwar so, daß, falls die Grafik beim Anwender nicht angezeigt werden kann, eine sinnvolle Liste von Textverweisen angezeigt wird. Deshalb wurde die Liste der Verweise im obigen Beispiel in eine  Bullet-Liste "verpackt".

Die Verweise werden genau so notiert wie gewöhnliche Verweise - mit einem Unterschied: durch die Angabe shape= bestimmen Sie die verweis-sensitiven Flächen. Die Pixelangaben bedeuten absolute Werte innerhalb der Grafik, die verweis-sensitiv sein soll.



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Die Lösung von Netscape und Microsoft

Netscape und der MS Internet Explorer (beide ab Version 2.0) interpretieren eine Lösung für verweis-sensitive Grafiken, die von HTML 3.0 abweicht. Aber ebenso wie bei der Lösung in HTML 3.0 ist es möglich, diese Lösung lokal auf jedem Rechner zu realisieren, d.h. es ist keine spezielle Server- Kommunikation erforderlich.

Um entsprechend dieser Lösung eine verweis-sensitive Grafik zu erzeugen, brauchen Sie zwei Befehle:

Beispiel


<map name="Testbild"> 
<area shape="rect" coords="1,1,249,49" href="#a1"> 
<area shape="rect" coords="1,51,149,299" href="#a2">
<area shape="rect" coords="251,1,399,399" href="#a3">
<area shape="rect" coords="151,51,249,299" href="#a4"> 
<area shape="rect" coords="1,301,249,399" nohref> 
</map>
<img src="hypgraph.gif" usemap="#Testbild" border=0>

Mit <map name=> leiten Sie die Definition der verweis-sensitiven Flächen einer Grafik ein. Hinter dem Istgleichzeichen vergeben Sie einen Namen für die verweis-sensitive Grafik. Dieser Name muß nichts mit dem Dateinamen der Grafik zu tun haben. Es handelt sich vielmehr um einen Ankernamen, der die gleiche Bedeutung hat wie der Name in einem  Verweisziel innerhalb einer HTML-Datei. Vergeben Sie keine zu langen Namen. Namen dürfen keine Leerzeichen und keine deutschen Umlaute enthalten. Benutzen Sie als Sonderzeichen höchstens den Unterstrich "_". Der Name muß in Anführungszeichen stehen. Hinter dem Namen endet das einleitende <map>-Tag mit >.

Die <map>-Anweisung kann an einer beliebigen Stelle innerhalb des Körpers einer HTML-Datei (also zwischen Die <body> und </body>) stehen. Die Angaben dieser Anweisung erzeugen keine Bildschirmausgabe. Es empfiehlt sich jedoch, die Anweisung an einer markanten, gesonderten Stelle innerhalb der Datei zu notieren, z.B am Anfang oder am Ende des Dateikörpers.

Zwischen dem einleitenden <map...> und dem abschließenden </map> definieren Sie die verweis-sensitiven Flächen. Mit <area ... > definieren Sie einzelne verweis-sensitive Flächen.

Durch die Angabe shape="rect" bestimmen Sie eine viereckige Fläche, mit shape="circle" einen Kreis, und mit shape="polygon" können Sie ein beliebiges Vieleck als verweis-sensitiv definieren.

Bei der Angabe coords= geben Sie die Koordinaten der verweis- sensitiven Flächen an. Die Pixelangaben bedeuten absolute Werte innerhalb der Grafik, die verweis-sensitiv sein soll.

Mit der Angabe href= bestimmen Sie das Ziel, also die Datei, die aufgerufen werden soll, wenn der Anwender die verweis-sensitive Fläche anklickt. Dabei gelten die gleichen Regeln wie bei Verweisen

Die Grafik, die verweis-sensitive Flächen haben soll, referenzieren Sie auf herkömmliche Weise mit Hilfe des <img>-Tags (mehr hierzu siehe unter  Grafikreferenzen). Um die Grafik als verweis-sensitiv zu kennzeichnen, müssen Sie die Zusatzangabe usemap= (siehe obiges Beispiel) notieren. Hinter dem Istgleichzeichen geben Sie den Namen an, den Sie bei der Definition der verweis-sensitiven Flächen im einleitenden <map>-Tag vergeben haben. Der Name muß in Anführungszeichen stehen und ein # vorangestellt bekommen.

Sie können die verweis-sensitiven Flächen auch in einer anderen HTML- Datei definieren als in derjenigen, in der Sie die Grafik referenzieren. Dann müssen Sie in der Grafikreferenz bei usemap= den Dateinamen und das Sprungziel innerhalb der Datei angeben, wo die verweis- sensitiven Flächen definiert werden. Das funktioniert genauso wie bei Verweisen.


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